Paolo Damiani: Beschreibung der poetischen Kunst  
 

Aus dem Schatten, wie Erscheinungen aus einem Traum, oder aus dem Magma eines Kraterwunsches, kommen die Figuren oder die Gestalten von Paolo Damiani gegen uns zu oder sie entfernen sich einfach nur in einem Raum der Dunkelheit und des Rauches ohne Horizonte.

Seine Welt lebt diesen heimlichen Wahn, die Qual von einer Wirklichkeit, die nicht mehr in der Lage ist, sich in seiner gesamten Größe zu rekonstruieren, zu bilden: Körper und Gesichter, wie Graffiti an den Wänden von einem Felsen oder auf der Erde und in dem Sand eingekratzt und darüber beharrlichen Regen und Wind, damit sie alt und flüchtend aussehen, in ihrer rätselhaften Gegenwart, unveränderliche Zeugen eines traurigen Schicksals der Einsamkeit.

Verzogene Gestalten in diesem Platzmangel der das unmögliche Treffen darstellt, halluzinierte Wunden, wo die Wunde ein Lichtblitz ist, der ein Zeichen überfällt und ein Zeichen wird Anlaß zur Verwandlung des besonderen anatomischen Teil in Element einer Landschaft; Erde und Düne und Sand und Tafel mit drinnen die Spuren und das Geheimnis von unserem Begehren.

Mit seltene Wesentlichkeit hält Paolo Damiani diese Einbildungen an der Grenze der Ausdruckskraft wie im Gleichgewicht auf einen Abgrund, wo sie bald zurückkehren können. In dieser Herausforderung hält er, die Kraft seiner Bewegung, um Hindernisse der Kunst zu überwinden, um eine menschliche Wahrheit jenseits der Suche nach ästhetischen Darstellungen und der Mythen, der festen Bräuche, der Übereinkunft.

Seine Malerei ist ein anhaltender und bedeutungsvoller Widerstand gegen die Realität, die für selbstverständlich und nun unecht, im Name dieser Versuchung, der unausgesprochener Begierde, Bedrohung und Besessenheit ist, aber Bedrohung und Besessenheit werden durch uns selber hergestellt und provoziert.

Aus unserer Angst, die Schwelle des Bekannten zu überkreuzen und alles was extrem ist zu beobachten.

Extrem wie dieses Fieber der Sinne, das diesen Gestalten aus Erde und Sternstaub Nahrung gibt, wie dieser Wunsch, der Linien eines Körpers zerstört und deformiert bis es das herzzerreißende Bild unserer extremen Qual wird.

In ihrer ursprünglichen Größe werden die evozierte Hauptdarsteller der Malerei von Damiani Zeugen dieser Spannung, am Rande eines Traumes um sich in diesen absoluten und unveränderlichen Wesen des Menschen zu identifizieren.

Je mehr gültig und sinnvoll, um so mehr wundenvoll und deformiert durch das Leid und die Müdigkeit; um so mehr vom Schmerz und das Geheimnis geritzt: Erscheinungen, in denen das Rätsel der Sphinx und die griechische tragische Maske wieder ein neues, entscheidendes und unmittelbares Sinnbild finden, für das was von dem menschlichen Konflikt und von der Hoffnung übrigbleibt.


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